Die Haute-Normandie 

 

Die Haute-Normandie befindet sich im Norden Frankreichs und gliedert sich in die beiden Départements Eure sowie Seine-Maritime. Hauptort ist die Stadt Rouen. Seit der Gebietsreform 2016 bilden die Haute-Normandie und die Basse-Normandie offiziell die Region Normandie, wobei Rouen immer noch die Hauptstadt geblieben ist. 

Die Region Haute-Normandie liegt am Ärmelkanal, La Manche, der Frankreich mit Großbritannien verbindet. 

 

 

Beliebte Campingplätze 

 

Frankreich, das Land der unzähligen Campingplätze, bietet für jeden, der sich gerne in der Natur aufhält, einfach oder auch mit viel Komfort leben möchte, eine Unmenge an Möglichkeiten, seinen Urlaub entsprechend zu verbringen. Auch in der Haute-Normandie finden Sie kleine und größere Camping Municipal, Camping à la Ferme und richtig luxuriöse Campingplätze, die kaum einen Wunsch offen lassen. Camping kann auch hier sehr kostengünstig sowie relativ teuer sein. Camping kann zudem weit abseits eines Ortes inmitten einer fantastischen Landschaft aber auch in beziehungsweise am Rande einer Stadt geschehen. Es gibt eben für jeden Wunsch den passenden Campingplatz. Eines ist allen gleich: Der Camper ist König, egal ob Sie mit dem Zelt, dem Wohnwagen oder dem Wohnmobil Quartier suchen. 

 

 

Campingplätze im Département Eure 

 

Dieses Département erhielt seinen Namen vom gleichnamigen Fluss, liegt an der Einmündung der Seine in den Ärmelkanal, also ins Meer, sowie im Nordwesten am Pariser Becken, dessen Charakteristikum der weiße Kalkstein – auch Kreide genannt – ist. 

Einer der empfehlenswerten Campingplätze dieses Départements ist die „Domaine de la Catinière“ bei Fiquefleur-Équainville unweit der von Kunst und Geschichte geprägten Stadt Honfleur, des beeindruckenden Pont de Normandie, der Brücke, die kurz vor der Mündung ins Meer über die Seine führt. Außerdem liegt der Platz in geringer Entfernung zu der gigantischen Moorlandschaft Vernier. Neben einem eigenen Pool werden zahlreiche weitere Freizeitaktivitäten sowie Animationen für Kinder angeboten. 

Umgeben von viel Grün und herrlichen Buchenwäldern befindet sich weiter östlich der „Camping Saint-Paul“ bei Lyons-la-Forêt, ein Ort, der zu den schönsten Dörfern Frankreichs gekürt wurde. Hier können Sie die Seele baumeln lassen oder aber sportlich aktiv werden. Sie können sich jedoch auch einfach nur an der wunderschönen Gegend erfreuen, die schon einst die Herzen der Impressionisten erfreute. Versäumen Sie nicht, Haus und Garten des bekannten Malers Claude Monet im nahegelegenen Giverny zu besichtigen. Auch ein Tagesausflug nach Rouen ist von hier aus ein Muss. 

 

 

Campingplätze im Département Seine-Maritime 

 

Auch das Département Seine-Maritime erhielt seinen Namen von einem Fluss, von der Seine, sowie von ihrer maritimen Lage, schließlich mündet sie ja auch bei Le Havre ins Meer, genauer gesagt in den Ärmelkanal. 

Da dieses Département viele Kilometer Küstenstrecke besitzt sowie von der mäanderförmig verlaufenden Seine durchflossen wird und etliche Sehenswürdigkeiten besitzt, ist es bei Touristen aus vielen verschiedenen Ländern sehr beliebt. Entsprechend umfangreich ist auch das Campingplatzangebot. 

Der Campingplatz „Camping d'Etennemare“ im wunderschönen Fischerdörfchen Saint-Valery-en-Caux befindet sich nur etwa 1,5 km vom Meer entfernt und verspricht schöne Ferien. 

An der Seine, zwischen Villequier und dem ehemaligen Fischerdorf Caudebec-en-Caux, liegt der 3-Sterne-Campingplatz „Barre-Y-Va“. Umgeben von Wald sowie einem Radweg kann man hier wandern, Rad fahren oder aber im eigenen Pool seine Runden drehen. Schiffe auf der Seine beobachten oder Tagesausflüge nach Paris, zu den Landungsstränden, zur Alabasterküste, den berühmten Felsen von Ètretat, zum Fährhafen von Le Havre und vieles mehr können hier weitere Aktivitäten sein. Wer Sehenswertes in der direkten Umgebung sucht, der geht etwas mehr als einen Kilometer und kommt nach Caudebec-en-Caux, wo das Victor Hugo Museum auf Besucher wartet. 

Etwas weiter befindet sich nahe einer wunderschönen Seine-Schleife der „Camping de la Seine“ zwischen Fluss und See in der Gemeinde Jumièges. Neben viel Ruhe finden Sie hier zahlreiche Möglichkeiten, Ihren Urlaub angenehm zu gestalten. 

Wenige hundert Meter vom Meer entfernt liegt der Campingplatz „Les Mouettes“ in Veules-les-Roses auf einem Hügel mit Blick aufs Meer. Erleben Sie hier die beeindruckenden Kreidefelsen, den kleinen Ort Veules-Les-Roses mit Wassermühle und vor allem die Wellen des Meeres. 

Nur knapp 6 Kilometer von Ètretat entfernt, befindet sich im Inland der „Campingplatz l’Aiguille Creuse“ nahe des Dörfchens Les Loges. Dieser relativ kleine Campingplatz bietet zahlreiche Aktivitäten und Annehmlichkeiten für Groß und Klein. 

Wer es eher romantisch und einsam mag, der findet rund 20 Kilometer von Dieppe und somit vom Meer entfernt auf dem „Camping de l'Orival“ bei Les Grandes-Ventes das Passende. Hier werden Sport und Ruhe ganz groß geschrieben. 

 

 

 

Beliebte Unterkunftsarten 

 

Die Haute-Normandie ist immer einen (Camping-)Urlaub wert, gleichgültig, ob mit eigenem Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil. Alternativ bieten etliche Plätze das Mieten verschiedener Unterkünfte, etwa eines Mobilheims, eines Zeltes oder Bungalows, aber auch anderer, eher ausgefallenerer Unterkünfte an. 

 

 

Glamping 

 

„Glamping“, ein moderner Begriff für Camping und dennoch Luxus und Komfort eines Hotels, das finden Sie auf immer mehr Campingplätzen auch in der Haute-Normandie. Eines der Beispiele hierfür ist der „VVF Villages Veules-Les-Roses“ in Veules-Les-Roses, zwischen Dieppe und Fécamp, neben dem Camping „Les Mouettes“. Lediglich 700 Meter vom Meer entfernt werden Ferienhäuser und Studios mit jeglichem Komfort wie eigenem Bad, TV, voll eingerichteter Küche und Terrasse geboten. 

Auch im Feriendorf „Village Club Forges-Les-Eaux“ im gleichnamigen kleinen Thermalbad Forges-Les-Eaux gibt es Glamping-Angebote. Umgeben von viel Grün und zwei Seen können Sie hier kleine Häuschen – Maisonettes – oder Ferienunterkünfte auf einer Ebene mieten. Forges-Les-Eaux ist übrigens der ideale Ausgangspunkt zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten. 

 

 

Außergewöhnliches 

 

Wer es ganz speziell mag, der kann sogar auf einem Hausboot auf der Seine, in einem umgebauten Zirkuswagen – einer Roulotte -, einem Baumhaus – einer Cabane -, oder in einer nachgebauten mongolischen Jurte übernachten. Immer mehr Campingplätze bieten auch in der Haute-Normandie die „verrücktesten“ Ideen bezüglich der Unterkünfte an. 

 

 

Gastronomie 

 

Denkt man an die Haute-Normandie, so fallen einem unweigerlich Cidre, Calvados sowie gutes Essen – allem voran Fisch und Meeresfrüchte – ein. Stimmt! Aber die Region hat noch weitaus mehr Köstlichkeiten zu bieten. Das milde, feuchte Klima sorgt dafür, dass die regionalen Produkte alljährlich ausgewogen und köstlich auf den Tisch kommen. 

Nicht immer lässt es sich konkret unterscheiden, ob eine Spezialität wirklich nur der Haute- oder auch der Basse-Normandie zuzuordnen ist. Die Grenzen sind eben verschwommen. Fest steht jedoch, dass die hier genannten kulinarischen Köstlichkeiten normannischer Art sind. 

Geschlemmt werden kann im luxuriösen Restaurant aber auch in der kleinen Gaststätte, wo sich die Einheimischen einfinden, gleichermaßen gut. 

Eine Warnung sei noch ausgesprochen: Nach einem Urlaub in der (Haute-)Normandie zeigt Ihre Waage bestimmt ein paar Pfund mehr an, da die typische Küche der Region sehr kalorienreich ist. Vieles wird mit Crème fraîche verfeinert. Wer da nicht mitspielen mag, der ernährt sich von Baguette, Käse und Cidre – Nahrungsmittel die ebenfalls gut schmecken und weniger auf den Problemzonen haften bleiben. 

 

 

Was das Meer so hergibt 

 

Die leckeren Fisch- und Meeresfrüchte Gerichte überzeugen mit ihrem Geschmack und vor allem mit ihrer Frische. „Frisch aus dem Meer auf den Tisch!“, das ist die Devise zahlreicher Restaurants der Küstenorte. 

Besonders beliebt sind Miesmuscheln à la Normande – mit Gemüse in Weißwein – oder Miesmuscheln à la Crème – mit Crème fraîche und einem Schuss Cidre oder Calvados. Auch die Saint-Jacques - die Jakobsmuscheln – sind, traditionell zubereitet, sehr lecker. Die Blanquette de Saint-Jacques ist ein Gericht aus in Butter – möglichst auch aus der Region – angebratenem Muschelfleisch, mit Calvados flambiert. Des Weiteren kommen unter anderem Weißwein, frische Champignons und Crème fraîche hinzu. Aber auch andere Meeresfrüchte wie Crevettes, Tintenfische und Kalmare, Languste oder Hummer stehen auf dem Speiseplan. Verschiedene Fischspezialitäten - etwa Fisch in Meersalzkruste - sind ebenso wie der Hering besonders beliebt. 

 

 

Fleisch, Geflügel & Wurst 

 

Weit über die Grenzen der Haute-Normandie, ja sogar Frankreichs, beliebt ist das Fleisch der Schafe, die an den Küsten weiden und deren Geschmack das Salz des Meeres prägen. Bekannt ist das Fleisch unter dem Begriff „présalé“ – vorgesalzen. 

Tripes à la mode de Caen - Kutteln auf Caener Art – stammen aus dem benachbarten Département Calvados, werden aber auch hier in der Region gern gegessen. Allerdings sind sie nicht jedermanns Geschmack. Auch die Andouille aus Vire im Département Calvados, eine Wurstsorte aus Innereien, zählt zu den „grenzüberschreitenden“ Spezialitäten. 

Eine weitere gastronomische Empfehlung ist das Escalope de veau normande, ein Kalbsschnitzel normannischer Art, also mit einer Pilz-Creme-Sauce. 

Die meisten traditionellen Geflügelgerichte haben Cidre oder Calvados als Ingredienzien. Auch das Pigeonneau au Cidre, das Täubchen, enthält beides als Zutaten. 

 

 

Käse 

 

Ohne Käse geht in Frankreich nichts. Die typischen Käsesorten aus der Normandie sind in ihrer Konsistenz weich, haben einen kräftigen, würzigen Geschmack sowie einen hohen Fettgehalt. Die bekanntesten sind der Neufchâtel-en-Bray, der leicht würzig schmeckt und nicht älter als drei Monate sein darf, der Livarot, der sehr streng riecht, aber gut schmeckt, der Pont l'Évêque aus frischer, fetthaltiger Milch sowie natürlich der Camembert de Normandie, ein aus Rohmilch hergestellter Weißschimmelkäse, den wir auch hierzulande gut kennen. Natürlich existieren viele weitere Käsesorten, so auch Ziegen- und Schafskäse. 

Übrigens ist gebackener Camembert mit Sauce normande eine leckere Vorspeise. 

 

 

Süßes 

 

Auch die Süß- oder Nachspeisen der Haute-Normandie sind sehr kalorienarm. Sind sie es von Natur aus nicht, so werden sie mit Calvados und/oder Crème fraîche verfeinert, wie etwa der Obstsalat. 

Begünstigt durch das milde sowie feuchte Klima wachsen in der Region unzählig Apfelbäume. Und so wundert’s auch nicht, dass der Apfelkuchen in zahlreichen Varianten zu den Köstlichkeiten der Haute-Normandie zählt. Selbstverständlich gehört Sahne dazu. 

In den Läden der Chocolatiers sowie in den Pâtisserien isst man sich schon beim Anblick der vielen kleinen Köstlichkeiten satt: Pralinen, Karamell, Sablé de Caen – Sandkekse -, Schokoladentorten und, und, und… Lauter kleine Kalorienbomben eben! 

 

 

Sonstiges 

 

Grundstein zahlreicher Gerichte der Region ist die Sauce normande, eine Soße, die aus Cidre und jeder Menge Crème fraîche hergestellt wird. 

Besonders beliebt, auch als Zwischenmahlzeit im Straßenverkauf, sind die Galettes oder Crêpes – dünne Pfannkuchen - mit oder ohne Füllung. 

 

 

Getränke 

 

Typischen Getränke dieser Region werden aus Äpfeln hergestellt: der Cidre und der Calvados. 

Beim Cidre, den es als cidre brût – eher herb – und als cidre doux – süßlich – gibt, handelt es sich um Schaumwein mit einem geringen Alkoholanteil. Der Calvados hingegen ist ein Apfelbranntwein. Beide werden gerne und oft zum Kochen verwendet. 

Bei uns weniger bekannt ist der Pommeau, ein vor dem Essen als Apéritif und nach dem Essen als Digestif – Verdauungsschnaps – genossenes Getränk, das aus frisch gepresstem Apfelsaft durch Hinzufügung von jungem Calvados hergestellt wird. 

 

 

 

Wetter und Klima 

 

„Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur unpassende Bekleidung“, dieser Spruch trifft besonders für die Haute-Normandie zu. Im Großen und Ganzen ist das Wetter mit dem hier in Deutschland zu vergleichen. Und wann die beste Reisezeit ist, hängt ganz alleine von Ihren Wünschen und Vorlieben sowie von Ihrem Ziel ab. 

 

 

Wetter 

 

Die Haute-Normandie hat im Küstengebiet aufgrund des dort existierenden Golfstroms ein eher mildes Meeresklima vorzuweisen. Dabei bläst häufig ein meist kräftiger Wind vom Meer aus Richtung Land. Was wiederum so manche Regenwolke rasch vertreibt. Im Inneren der Region ist es ein paar Grad kälter. Zusammengefasst wäre zu sagen: Es ist feucht und mild. Die normannischen Winter haben nur selten Frosttage. Ebenso selten fällt Schnee. 

Die durchschnittliche Lufttemperatur in der Haute-Normandie beläuft sich auf 10°C-12°C, an der Küste eher um die 14°C-15°C. Der Monat August ist mit einem durchschnittlichen Wert von knapp unter 17°C der wärmste Monat des Jahres, wobei es an der Küste häufiger viel wärmer werden kann. 

 

 

Beste Reisezeit 

 

DIE beste Reisezeit gibt es nicht: Jede Zeit hat ihre Vor- und Nachteile, ihre Schönheit und ihre Tücken. Kommt eben ganz drauf an, was Sie erwarten. 

Geht man von den Temperaturen aus, so sind die Monate Juni bis September zu empfehlen, da es dann in der Regel am wärmsten ist und man am Meer, in den Flüssen und Seen sowie in Freibädern baden kann. 

Wer die Natur und ihre Farben liebt, der ist im April/Mai gut bedient, dann nämlich besticht die Haute-Normandie mit vielen zarten Apfelblüten. Im Juni kommen die zart blauen Flachsblüten hinzu. Juli und August sind typische Sommerurlaubs-Monate, vor allem für den Strandurlaub oder für Ferien an Flüssen und Seen. September und Oktober stehen ganz im Zeichen des Apfels: Zahlreiche Apfelfeste sowie die Apfelernte bereichern die Region. Wer gerne außergewöhnliche Feste besucht, der sollte in den Monaten Oktober und November an der Küste verweilen und die vielen Muschel- und Heringsfeste besuchen. Selbst der Winter hat seinen ganz besonderen Reiz: Brausender Wind und tosende Wellen sind ein unvergleichlich schönes Naturschauspiel, und Sie müssen die Strände und Uferpromenaden nur mit ganz wenigen Menschen teilen. 

Übrigens, wer in der Haute-Normandie wandern will, ist am besten im Frühling und im Herbst beraten. 

 

 

Die Umgebung der Haute-Normandie 

 

Die Haute-Normandie grenzt im Nordwesten an den Ärmelkanal, im Osten an die Picardie und die Île-de-France, südwestlich an die Basse-Normandie und im Süden an die Region Centre-Val de Loire. Wer in der Haute-Normandie seinen Urlaub verbringt, sollte ruhig auch einmal über die Grenzen der Region schauen, denn auch hier gibt es viel Sehenswertes zu entdecken. 

 

 

Die Picardie 

 

Die Grenzen mit der Picardie belaufen sich auf die Départements Oise und Somme, jeweils nach den hindurch fließenden Flüssen benannt. Sie sollten sich hier unbedingt einige der wunderschönen Städte wie Beauvais, Amiens oder Abbeville anschauen. In beiden Départements bewegt man sich auf geschichtsträchtigem Boden: Hier wüteten der 2. aber vor allem auch der 1. Weltkrieg. Zahlreiche Stätten erinnern noch heute an die Gräueltaten, wie etwa die Somme-Bucht mit der wunderschönen Landschaft und den schönen Städtchen St-Valéry-sur-Somme und Le Crotoy. Wer in die Tiefe gehen möchte, der besucht die unterirdische Stadt in Naours. Auf extrem geschichtsträchtigem Boden stehen Sie in Compiègne, wo einst die Waffenstillstandsabkommen der beiden Weltkriege zwischen Deutschland und Frankreich unterzeichnet wurden. 

 

 

Die Basse-Normandie 

 

Die beiden Regionen Basse-Normandie und Haute-Normandie bilden zusammen die Normandie. Beide sind sich sehr ähnlich und haben viele gleiche Traditionen. Die Départements Calvados und Orne bilden die direkte Nachbarschaft zum Département Eure und somit zur Haute-Normandie. Neben der schönen Küste sowie der beeindruckenden Landschaft auch im Inland, sind besonders die Orte Bayeux mit dem berühmten mittelalterlichen Teppich und Honfleur, an der Mündung der Seine in den Ärmelkanal mit seinem beeindruckenden alten Hafen und der wunderschönen Altstadt zu nennen. 

Besonders viele Dolmen als vorzeitliche Relikte sind hier in der Basse-Normandie zu finden. 

 

 

Die Île-de-France 

 

An die Haute-Normandie grenzen die Départements Val-d’Oise und Yvelines. Natürlich ist auch Paris nicht unerreichbar. 

Die wohl wichtigsten Sehenswürdigkeiten dieser Region sind die wunderschöne Landschaft entlang der Oise und die zahlreichen Schlösser wie das bekannte Schloss Versailles. 

 

 

Das Centre-Val de Loire 

 

Das Département Eure-et-Loir punktet vor allem mit der wunderschönen Stadt Chartres und deren interessanten Kathedrale Notre-Dame de Chartres. 

 

 

Der Ärmelkanal 

 

La Manche, so heißt die Verbindung zwischen Frankreich und Großbritannien in der Landessprache. Die Haute-Normandie liegt am Ärmelkanal und ist an manchen Stellen die „Kleinausgabe“ der berühmten Kreidefelsen von Dover. Zahlreiche große Schiffe passieren täglich diesen Meeresarm. Wer die ganz großen Fähren an- und abfahren sehen oder gar selber einmal unter dem Ärmelkanal mit dem Zug auf die Britische Insel übersetzen möchte, der begibt sich nach Calais beziehungsweise nach Sangatte. 

 

 

 

Aktivitäten und Attraktionen 

 

Urlaub in der Haute-Normandie bedeutet, jede Menge Aktivitäten und besondere Sehenswürdigkeiten. Gleichgültig, ob Sie sich für Kunst und Kultur, Sport, Natur oder aber einfach nur fürs Relaxen und Wellness interessieren, Camping in der Haute-Normandie hält für jeden von Ihnen das Passende bereit. 

Bezüglich der Sehenswürdigkeiten ist in erster Linie die Küste dieser Region mit ihren zahlreichen sehenswerten Orten, den wunderschönen Stränden und dem teils brausenden Meer zu nennen. Aber auch ein wenig abseits der Küste findet man interessante Stellen, wo der Urlaub so richtig Spaß macht. 

 

 

…entlang der Küste 

 

Beginnen wir im Norden, bei der „Grenzstadt Le Tréport. Hier befindet sich die höchste Kreidefelswand Europas. Besonders interessant ist es, dort mit den Schrägaufzügen vom Ort am Meer auf das Plateau über den imposanten Kreidefelsen zu fahren. Die Aussicht oben ist gigantisch! 

Viele weitere (Bade) Orte folgen, bis schließlich Dieppe, das erste Seebad Frankreichs, erreicht wird, das bereits bei Napoléon Gefallen fand. Neben der Burganlage und der Kathedrale gibt es noch einige weitere sehenswerte Dinge in der Stadt. Des Weiteren ist ein Besuch des kleinen Badeortes St-Valéry-en-Caux anzuraten. Es beeindruckt mit seinem kleinen Hafen, den Kreidefelsen sowie dem wunderschönen Fachwerkhaus, dem Maison Henri IV. 

Nächster größerer Ort an der Küste der Haute-Normandie ist die Hafenstadt Fécamp. Hier sollten Sie der Stadt unbedingt mal „aufs Dach steigen“: Das Kap Fagnet thront über der Stadt. Hier zog sich einst der berüchtigte Atlantikwall entlang. Noch heute sind Bunkerreste zu entdecken. 

Wer hat sie nicht schon mal gesehen, die Porte d’Ava, den steinernen Elefantenrüssel? Lust darauf, die drei beeindruckenden Felsentore von Ètretat zu bestaunen? Dann nichts wie hin! Die Klippen von Ètretat sind übrigens weltberühmt. 

Als letztes gelangt man in die Hafenstadt Le Havre wo die Seine ins Meer mündet. Wahrzeichen hier ist die Schrägseilbrücke „Le Pont de Normandie“, die man unbedingt mal selber befahren haben muss. 

 

 

… im Inland 

 

Natürlich ist ein Besuch der Hauptstadt der Haute-Normandie – Rouen – zu empfehlen. Diese Kunst- und Kulturstadt beherbergt etliche Sakralbauten, einige Museen sowie viele wunderschöne Fachwerkhäuser in der Altstadt. In dieser Stadt wurde übrigens 1431 die berühmte Jeanne d’Arc von den Engländern hingerichtet. 

Nicht nur Kunstliebhaber, auch Freunde schöner Gärten sollten nicht versäumen, nach Giverny zu fahren und dort das Haus und vor allem die berühmten Gärten des bekannten impressionistischen Malers Claude Monet zu bestaunen. 

Natürlich ist die Seine mit ihren zahlreichen Mäandern eine ganz besondere Sehenswürdigkeit, ebenso wie viele weitere Landstriche der Region. 

 

 

 

Festivals und Events 

 

Neben zahlreichen einmaligen Festen und Events bietet die Haute-Normandie etliche traditionelle Feierlichkeiten und Festivals, die in regelmäßigem Turnus viele Menschen anziehen. Und da die Franzosen, so auch die gastfreundlichen Bewohner der Haute-Normandie, zu feiern wissen, sind auch Sie eingeladen, bei Essen, Trinken, Tanz und Musik mitzumachen. 

 

 

Allgemeine Feste 

 

Ende Mai begehen die meisten Orte, des Départements Seine-Maritime, die einen Hafen besitzen, das Seefest. Hierbei wird vor allem geschlemmt, was das Meer hergibt. 

Wie in der ganzen Normandie feiert man auch hier jedes Jahr im Juni die Landung der Alliierten von 1944. 

In ganz Frankreich und so auch in der Haute-Normandie findet am Vorabend des Nationalfeiertages, dem 14. Juli, vielerorts ein Fest mit Feuerwerk statt. Musik und Tanz dürfen neben Essen und Trinken auch hier nicht fehlen. 

Selbstverständlich sind in dieser Region auch zahlreiche Weihnachtsmärkte – vor allem in größeren Städten - anzutreffen, bei denen es weniger besinnlich denn mehr farbenfroh und ausgelassen zugeht. Speziell in Le Havre verwandelt sich fast die ganze Stadt in ein Weihnachtsmärchen: Mehrere Weihnachtsmärkte, rosa sprudelnde Wasserspiele, ein Riesenrad, ein grell leuchtendes Rathaus, das vom Weihnachtsmann besetzt wird, Sprechstunden des Père Noël, Märchenausstellungen, all das lässt nicht nur Kinderaugen leuchten. Das Ganze findet bis zum Dreikönigstag statt. 

 

 

Feste und Events in Rouen 

 

Jeanne d’Arc wurde hier in Rouen verbrannt. Heute begeht man alljährlich im Mai zwei Tage lang das Jeanne d'Arc-Festival. Mittelalterliche Handwerkskunst sowie zeitgenössische Musik und Tanz stehen dabei im Mittelpunkt. 

Im Oktober begeht man in Rouen die „Fête du Ventre et de la Gastronomie Normande“, ein Fest, wo es um die gute normannische Küche geht. 

Im Rahmen eines Frühlingsfestes erhalten in den Monaten April und Mai die Besucher freien Eintritt in die meisten Museen, zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten sowie zu einigen Ausstellungen. 

Vier Wochen lang finden im Oktober verschiedene Tanz- und Musik Festivitäten im Rahmen des „Octobre en Normandie“ statt. 

 

 

Andere besondere Events 

 

Alle zwei Jahre begeht man am Strand von Dieppe das internationale Drachenfest. Im Spätsommer treffen sich hier hunderte von Drachenfliegern aus der ganzen Welt und präsentieren ihre Drachen. 

In Fécamp findet jeweils am ersten Juli-Wochenende das Fest des Meeres statt. Ebenfalls in Fécamp, aber auch in Dieppe, Le Tréport, Saint-Valéry-en-Caux und Lieurey wird im Oktober/November die „Fête de l’Hareng“, das Heringsfest, begangen. An zahlreichen Marktständen werden dann die Königsfische der Region, die Heringe, in den unterschiedlichsten Varianten angeboten. 

 

 

 

Unternehmungen mit Kindern 

 

Wer mit Kindern zum Campingurlaub in die Haute-Normandie fährt, der ist gut beraten. Neben Strand und Meer locken auch zahlreiche Freizeitangebote, bei denen nicht nur die Kleinen Spaß haben. 

 

 

Freizeit- und Tierparks 

 

Immer wieder beliebt, sind Freizeit- und Tierparks bei Groß und Klein. Da trübt selbst Regenwetter nicht die Laune. Ein Beispiel für Attraktionen, Spannung, Spiel und Unterhaltung ist der Parc d'Attractions du Bocasse in der gleichnamigen Gemeinde Le Bocasse, rund 25 Kilometer von Rouen entfernt. 

In der Parkanlage eines Schlosses in Clères, ebenfalls unweit von Rouen entfernt, kann man im Parc Zoologique de Clères einheimische wie auch exotische Tiere bewundern. Über 1.550 Vögel sowie 200 andere Tiere wie beispielsweise Kängurus lassen sich auf etwa 13 Hektar Boden bestaunen. 

 

 

Sonstige Attraktionen 

 

In erster Linie sind die Strände und das Meer in den Sommermonaten – und nicht nur dann – die Hauptattraktionen der Haute-Normandie. Was gibt es schöneres, als nach ausgefallenen Muscheln und Steinen zu suchen, im flachen Wasser zu waten oder gar Sandburgen zu bauen!? 

Viele der Gemeinden im Inland haben eine Base de loisirs, eine Art Freizeit- und Erholungsanlage am Ortsrand. Hier finden sich in der Regel Seen mit Badestränden, Spielplätze und andere Freizeiteinrichtungen, an denen Erwachsene wie Kinder Spaß haben. Eines dieser Freizeit- und Erholungsgebiete ist in der Nähe der Stadt Rouen, in einer der Seine-Schleifen. 

Das Centre Sportif Lery-Poses punktet mit einem großen und einem kleinen See – dem Lac des Deux Amants und dem Lac du Mesnil -, mit Wassersport Angeboten, Kanu- und Kajak-Fahrten und vielem mehr. 

Welches Kind mag keine Schokolade? Besuchen Sie doch einmal das Musée Technique du Chocolat, das Schokoladenmuseum in Damville. Hier kann neben allerhand Information über die Produktion und die Geschichte natürlich auch kräftig genascht werden.